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Sondenanlagen

Gastral: (im Magen)

Sofern keine Magenentleerungsstörung oder erhöhte Aspirationsgefahr besteht, wird die gastrale Sondenlage bevorzugt. Die gastrale Sondenlage ist die physiologische Form der Sondenernährung, denn der Magen dient als Reservoir. Hier stehen 3 Applikationsarten zur Verfügung (Bolusgabe, Schwerkraft und Ernährungspumpe). Die Erfahrung zeigt jedoch, dass eine kontinuierliche Zufuhr via Ernährungspumpe am besten verträglich ist.

Duodenal: (im oberen Dünndarm)

Nach chirurgischen Eingriffen im Bauchraum setzt die Bewegung des Dünndarms früher als die des Magens ein. Daher sollte eine Sonde postoperativ bevorzugt ins Duodenum gelegt werden. Das gleiche gilt für Magenentleerungsstörungen anderer Ursache sowie für bewusstlose Patienten. Schweren Komplikationen wie z.B. Aspiration (Einatmen/Verschlucken von Nahrung) kann so vorgebeugt werden.

Jejunal: (im unteren Dünndarm)

Als besonders sichere Sondenlage gilt die Platzierung der Sondenspitze in das Jejunum. Dadurch wird ein Zurückschlagen in den Magen sowie die Gefahr einer Aspiration nahezu ausgeschlossen. Bei duodenaler und jejunaler Sondenlage ist die kontinuierliche Zufuhr über eine Ernährungspumpe unerlässlich, da es bei zu schneller Applikation zu einer Dumpingsymptomatik (Diarrhoe, Erbrechen, Kreislaufprobleme) kommen kann.