Häufig gestellte Fragen
Wann sollte man die Ernährungssonde spülen?
- Vor und nach der Nahrungsverabreichung (ca. 20-40 ml Wasser).
- Vor und nach jeder Medikamentengabe durch die Sonde (Beachte: Arzneimittel immer separat, nie zusammen mit dem enteralen Substrat, verabreichen).
Was tun bei Sondenverstopfung?
Mögliche Ursachen:
- Medikamente wurden unzureichend gemörsert / grobe Tablettenkrümel.
- Medikamente mit stark saurem oder alkalischem pH-Wert die zur Eiweissausfällung (Flockenbildung) bei der Sondennahrung führen.
- Ungenügende Sondenpflege / Sonde nicht gespült.
Problemlösung:
- Kneten Sie die den Sondenschlauch mit den Fingern und spülen Sie mit frischem Wasser. Wenn nötig mit der Spritze absaugen und wiederholen.
- Wenn das nicht reicht, verwenden Sie ein stark kolensäurehaltiges Getränk (Mineralwasser, Coca-Cola etc.) und lassen Sie dieses 5-10 Minuten einwirken. Die Kohlensäure führt oftmals zum Auflösen des Nahrungsklumpens.
- Bei festsitzendem Nahrungsklumpen ist ein Sondenwechsel angezeigt. Wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Weshalb können Durchfälle entstehen?
Durchfälle ist die häufigste Komplikation bei enteral ernährten Patienten. Mögliche Ursachen sind:
- Zu kurze Adaptationsphase beim Nahrungsaufbau
- Fehlen von löslichen Nahrungsfasern
- Kontamination von Sondenkost und / oder Applikationssystem
- Medikamentennebenwirkung (z.B. Antibiotika)
- Chemo- oder Strahlentherapie
- Gastrointestinaler Infekt
Der Nahrungsaufbau muss langsam erfolgen:
- Bei Bolusapplikation in den Magen nicht mehr als 200-300ml in 20-30 Min. verabreichen. Zwischen den einzelnen Gaben mindestens 1 1/2 - 2 Stunden Pause beachten.
- Bei Dünndarmsonden (d.h. die Sonde liegt postpylorisch) grundsätzlich immer per Dauertropf ernähren und wiederum einschleichend dosieren. 1. Tag mit 25-50ml / h beginnen (max 500ml Sondennahrung total) und dann jeden Tag um ca. 25 ml /h steigern bis auf ca. 120 ml /h.
Faustregel
Liegt die Sonde postpylorisch, muss die Sondenahrung immer kontinuierlich mit einer Ernährungspumpe appliziert werden.
Besonders geeignet bei durchfallgefährdeten Patienten (z.B. auf der Intensivstation) oder zur Behandlung von Durchfällen ist eine Sondennahrung mit PHGG.
PHGG (partially hydrolysed guar gum) = Resource® OptiFibre® ist eine patentierte, lösliche Nahrungsfaser, welche exklusiv in Novasource® -Nährlösungen enthalten ist
Wichtige Hinweise
Auf hygienischen Gründen muss ein angebrochener Flexibag / Flasche innerhalb von 24 Std. aufgebraucht werden. Applikationssysteme täglich wechseln.
Wie können Durchfälle behoben werden?
Nahrung nicht zu kalt verabreichen.
Bei pumpengesteuerter Applikation stellt selbst im Kühlschrank aufbewahrte Flüssignahrung bei vorsichtiger Dosierung kaum ein Problem dar. Aber per Bolus verabreichte Diätetika - insbesondere per grosskalibriger Spritze - müssen erst auf Zimmertemperatur erwärmt werden. Dabei gilt 50° C als äusserstes Limit, da sonst das Eiweiss gerinnt. Bereits geöffnete Nahrungsflaschen innerhalb 8 h aufbrauchen oder - bei kühler Lagerung - innerhalb maximal 24 h verabreichen.