Ursachen der Mangelernährung
Appetitlosigkeit
Appetitlosigkeit und nachlassendes Durstempfinden sind häufig anzutreffen bei Auftreten einer chronischen Erkrankung oder im Alter.
Die Hauptursache dafür sind abnehmenden Sinnesqualitäten: Geschmack, Geruch, Sehen. Aber auch eine verringerte Stoffwechselrate, mangelnde körperliche Aktivität, erhöhte Aktivität von Sättigungsfaktoren (z.B. Cholecystokinin) und Veränderungen von Neurotransmittern (z.B. endogene Opioide) können das Hunger- und Durstgefühl beeinträchtigen.
Kau- und Schluckstörungen
Als Folge von altersbedingten körperlichen Veränderungen und im Zusammenhang mit verschiedenen Krankheiten (z.B.Schlaganfall, Entzündungen, Tumore, Frakturen, Strahlentherapie, Alzheimer) kann es zu Schluckstörungen kommen. Diese beeinträchtigen die adäquate Nahrungs- resp. Nährstoffaufnahme.
Nebenwirkungen von Medikamenten
Als Auslöser von Appetitlosigkeit sind auch die Nebenwirkungen von Medikamenten (wie z.B. Psychopharmaka) nicht zu unterschätzen.
Krankheiten, Schmerzen, Depressionen
Krankheiten (z. B. Tumorerkrankungen , chronische Herz-, Lungen- und Lebererkrankungen, chronisch entzündliche Darmerkrankungen) und die damit verbundenen Schmerzen, aber auch Depressionen können Appetitlosigkeit bewirken.
Eingeschränkte Mobilität
Einsamkeit aber auch eingeschränkte Mobilität (mangelnde Möglichkeit zum selbständigen Einkauf) können sich auf den Appetit und auf die Qualität der Nahrung auswirken.